Infos, Statistik und Tipps

Unserer Infos richten sich an andere Globetrotter die ein ähnliches Projekt durchziehen wollen. Natürlich ist es schwierig zu sagen, dass dies oder jenes das „beste“ und intelligenteste war oder ist. Wir werden anhand unserer Umbauten, Umrüstungen und Organisation lediglich eine Hilfestellung geben, jeder einzelne hat andere Ansprüche und Vorlieben.

Es sind für die Strecke auf dem Motorrad insgesamt 24431 km zurückgelegt worden.  

Gesamter Benzinverbrauch und gekaufte Liter für die gesamte Tour, 1919 Liter.

Durchschnittsverbrauch der XT für die komplette Route, 3,93 Liter/100km.

 

Land : Währung : Visakosten : Benzinpreis :
Tunesien : Tunesische Dinar 1 € - 1,68 TD 0,-- 1,10 TD
Lybien : Libysche Dinar 1 € -1,3 LD

460.- €, inkl. Guide

0,15 LD
Ägypten Ägyptische Pfund 1 € - 7,5 ÄP 15 US$ + Bike 550 ÄP 1,30 ÄP
Sudan : Sudanesische Dollar 1 € - 262 SD 100 US$ + Carnet/Reg. 12000 SD 145 – 180 SD
Aethiopien: Birr 1 € - 11,9 Birr 20 US$ (Khartoum) 7 – 9 Birr
Kenia: Kenia Shilling 1 € -89 KSh 50 US$ 77 KSh
Uganda: Uganda Shilling 1 €- 2350 USh 30 US$ 1950- 2100 USh
Ruanda: Ruanda France 1 €- 720 RFr 0,-- (für Deutsche) 607 -RFr
Tansania: Tansania Shilling 1 € - 1740 TSh 50 US$ 1260 - 1600
Malawi: Malawi Kwacha 1 €- 184 MKw 0.-- 160 MKw
Sambia: Sambian Kwacha 1 € - 5200 SKw 25 US$ 6900 – 7400 SKw
Botswana: Pula 1 € - 8 Pula 0,-- 4,7 – 6 Pula
Namibia: Namibia Dollar 1 € -9 ND 0,-- 6,8 ND
Südafrika: Südafrika Rand 1 € - 9,8 Rand 0,-- (1 Monat) 7 Rand
Stand: Juni 2007

 

Fangen wir mit dem heikelsten Thema an:

Yamaha XT600:

Wohl ein Thema das eine heiße Stammtischrunde entfachen würde. Wir haben es geschafft mit 2 alten Ladies ganze 24431 km von B nach A. Ein entscheidender Punkt war, das unsere Reisegeschwindigkeit nie höher war als 100km/h. Ich bezweifle dass die Maschinen eine konstante Reisegeschwindigket von über 120 km/h auf solch langer Strecke durchgehalten hätten. Stellt sich natürlich die Frage, will man ein Land bereisen oder durchrasen. Fürs rasen gibt es definitiv bessere Motorräder. Das Bike ist in jedem Falle leicht zu warten und auch das Gesamtgewicht hält sich in Grenzen und es ist mögich die Karre zur Not alleine vom Boden zu heben. Das war uns wichtig.

Zu unseren Umbauten die sich bewährt haben: Ladegerät war für uns unverzichtbar, die 12 Volt Steckdose die wir an unserem Luftschnorchel unter der Sitzbank montiert haben, klingt in der Regel logisch (wasserdicht und gemütlich in die Jackentasche stecken) stellte sich in der Praxis als ungünstige Position heraus. Das Problem liegt in der Vergesslichkeit (Alzheimer lässt grüßen) die meiste Zeit fällt einem ein, dass das Handy aufgeladen werden muss wenn das ganze Gepäck schon auf dem Beifahrersitz gespannt ist. Auch das Kabel wird ab und zu vergessen und wird fast abgerissen wenn man mal kurz von der Karre steigt.

Der Motorschutz war zwingend notwendig. Ich bin einmal auf einem Fels aufgesessen, der „erweiterte bzw. verstärkte“ Motorschutz verhinderte ein Loch im Motorgehäuse.

Der Kickstarter an meiner Maschine kam zum Schluss ab Namibia zum Einsatz, da die Batterie kaputt war, es wäre aber auch kein Problem gewesen ab Namibia eine neue passende Batterie zu bekommen. Trotzdem eigentlich eine recht sinnvolle Aufrüstung!

Unsere Werkzeugbox aus Kunststoff hat sich bewährt. Die wenigsten wissen, was das eigentlich für ein Teil ist, ab und zu haben wir gesagt dass es ein spezieller Zusatz- Luftfilterkasten ist, um den Motor zu tunen :-). Wir haben die Box lediglich mit einer Gewindestange verschlossen. Auf der ganzen Reise wurde kein Werkzeug geklaut und es hielt bomben fest.

Die Fahrwerksverstärkung halte ich für sehr sinnvoll, wir hatten kaum Durchschläge Auch das hintere Federbein von Hyperpro machte seine Sache gut.

Unsere Fußrasten Konstruktion war wohl eine der Besten Lösungen überhaupt. Ein guter Platz für die Ersatzkanister zudem relativ leicht und die Möglichkeit auch mal ohne Alukoffer zu fahren und die Rasten werden einfach eingeklappt. Wir konnten auch 3 Jungs aus Kapstadt überzeugen die entlang der Westroute fahren, unser „System“ zu wählen. Wir hatten die Kanister lediglich mit einer Rätsche befestigt. (eine Rätsche gab den Geist auf, also Ersatz mitnehmen)

Die beiden Öltemperaturmesser von „motodetail“ hatten in kürzester Zeit einen Riss im Glas, funktionierten zwar aber waren schlecht abzulesen und das nervte. (lieber einen gescheiten von RR kaufen)

Nächstes Mal würde ich auf jedenfall ein Kettenöler verbauen, macht die Sache um einiges leichter und einfacher. Aber versuchen einen mechanischen Öler mit einer kleinen Handpumpe oder wie bei einer Pipette zusammendrücken und so ab und zu unter der Fahrt ein paar Tropfen auftragen. Elektronische Sachen spinnen viel zu oft!!

Wer zügig unterwegs sein muss wegen Zeitmangel empfiehlt sich der Anbau eines Öelkühlers. Wir mussten doch öfters anhalten um dem Motor Zeit für eine Abkühlphase zu geben, für uns war es jedoch kein Problem und waren meist selber froh ein kleines Päuschen zu haben.

Unsere Alukoffer: Wir wählten die Befestigung von Woick, im ersten Moment sieht alles ein bisschen billig aus und ich hatte meine Zweifel, im nachhinein war das System aber gar nicht so schlecht, 4mal riss es uns einen kompletten Koffer von dem Kofferrahmen ab. Wir bogen die Haken mit Zange und Hammer wieder zurecht und es ging weiter, ich glaube manchmal ist eine harte starre Verbindung nicht immer optimal, meistens gehen noch weitere daran verbaute Sachen kaputt. Wir konnten ohne andere Schäden z.B. am Koffer oder Motorradrahmen weiterfahren. Die Koffer waren stabil genug und hielten die ganze Strecke durch. Wir hatten beide Koffer im Einsatz, einmal die von Woick und von Därr. Ich finde die Woick Boxen einen Tick besser Verarbeitet! (Aber das innere Verstärkungsblech nicht vergessen, sonst halten die Dinger nicht so lange)

 

Noch eine Liste von Dingen die wir an unseren Maschinen tauschen und reparieren mussten:

(je Maschine)

 

  •  1x Ölwechsel mit neuen Ölfiltern
  •  1x Erneuern der Bremsbeläge vorne und hinten
  •  1x kompl. Kettensatz gewechselt, ein Kettenschloss riß ab (Ersatz mitnehmen, hatten das Glück in  Kigali ein neues zu bekommen)
  •  ein Ansaugstutzen war kaputt, provisorisch mit Dichtmasse bzw. hitzebest. Kleber abgedichtet und  funktionierte auch bis Kapstadt (war in Nairobi).
  •  4x K&N Luftfilter ausgewaschen und neu eingeölt
  •  1x Vergaser zerlegt und gereinigt.
  •  Eine Hauptscheinwerfer Birne kaputt.
  •  Eine Blinker Birne kaputt
  •  Ein Kupplungszug riß, mit Nippel- und Bowdenzugset ausgetauscht
  •  1x Zündkerze getauscht ("Splitfire" - die Lebensdauer ist sehr gut)
  •  insgesamt 7 Platten, _ Gödi; zwei Platten vorne, zwei Platten hinten; Gedsche: drei Platten hinten

 

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